Demokratie und Medien - Workshop in der 4a
Im Rahmen eines spannenden Workshops zum Thema „Demokratie und Medien“ durften wir mit Zoé Müller-Partoll und Emira Halilovic zwei engagierte Studentinnen begrüßen, die in ihrer Funktion als studentische Demokratiebotschafterinnen an unserer Schule zu Gast waren. Ziel der Veranstaltung war es, die Rolle von Medien in einer demokratischen Gesellschaft näher zu beleuchten und die Schülerinnen und Schüler für einen reflektierten Umgang mit Informationen zu sensibilisieren.
Zu Beginn des Workshops erfolgte ein kreativer Einstieg: In zwei Gruppen wurde ein Scrabble-Spiel zum Wort „Demokratie“ durchgeführt. Dabei sammelten die Teilnehmenden Begriffe und Assoziationen rund um Demokratie, die anschließend gemeinsam besprochen wurden. Dieser spielerische Einstieg erleichterte den Zugang zum Thema und aktivierte das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler.
Im Anschluss daran wurde in einem offenen Gespräch die Rolle der Medien in einer Demokratie diskutiert. Dabei ging es unter anderem um die Aufgaben von Medien in der Informationsvermittlung, ihre Bedeutung für die Meinungsbildung sowie ihre Verantwortung gegenüber der Gesellschaft.
Ein besonderes Highlight stellte das folgende „Recherche-Duell“ dar: Die Klasse wurde in vier Teams eingeteilt – zwei Teams beschäftigten sich mit dem öffentlich-rechtlichen Sender ORF, während die anderen beiden Teams die Plattform TikTok unter die Lupe nahmen. Die Gruppen arbeiteten zu zentralen Fragestellungen wie:
- Wie verdient das Medium Geld?
- Wer bezahlt das Medium?
- Was ist das Ziel des Mediums?
- Welche Auswirkungen hat die Finanzierung auf die Inhalte?
- Welche Chancen und Risiken ergeben sich daraus?
- Wie unabhängig ist das jeweilige Medium?
Die Ergebnisse wurden anschließend präsentiert und miteinander verglichen. Dabei wurde deutlich, dass sich öffentlich-rechtliche Medien wie der ORF und soziale Medien wie TikTok stark in ihrer Finanzierung, Zielsetzung und damit auch in ihren Inhalten unterscheiden.
Aufbauend darauf entwickelte sich eine lebhafte Diskussion rund um das Thema Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige. Die Schülerinnen und Schüler tauschten ihre Meinungen zu Chancen und Risiken sozialer Medien aus und hinterfragten kritisch deren Einfluss auf junge Menschen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Erkenntnis, dass soziale Medien gewinnorientierte Unternehmen sind. In diesem Zusammenhang erklärten die Demokratiebotschafterinnen anschaulich die Funktionsweise von Algorithmen, die bestimmen, welche Inhalte Nutzerinnen und Nutzer zu sehen bekommen. Dabei wurde auch der Begriff der „Filterblase“ eingeführt und diskutiert – also die Tendenz, vor allem mit Inhalten konfrontiert zu werden, die die eigene Meinung bestätigen.
Der Workshop bot den Schülerinnen und Schülern eine wertvolle Gelegenheit, sich intensiv mit der Bedeutung und Wirkung von Medien auseinanderzusetzen. Durch abwechslungsreiche Methoden und aktuelle Beispiele gelang es den beiden Referentinnen, das Thema anschaulich und praxisnah zu vermitteln.