Vitamin C und Filmblut

von Stefan Felderer
08. Juni 2026

In dieser Einheit der UÜ LUPE gab es plötzlich ganz viele „verletzte“ Kinder: „Blut“ ist nur so von den Händen heruntergetropft. Glücklicherweise war das nicht echtes menschliches Blut, sondern Filmblut, das im Labor sehr einfach aus einem gelben Eisensalz und einem weißen Färbesalz hergestellt werden kann.

Was hat das aber mit Vitamin C zu tun? Dieses Molekül wandelt das Eisensalz von seiner gelben („gerosteten“) in die grüne Variante um, in der es mit dem Färbesalz kein rotes Filmblut bilden kann. Dadurch konnten die Kinder herausfinden, in welchem Lebensmittel mehr Vitamin C vorhanden ist, denn zu diesem muss man mehr gelbe Eisensalz-Lösung geben, bis der Farbumschlag nach rot auftritt.

Am Anfang wurde mithilfe einer Vitamin-C-Brausetablette ermittelt, dass 0,9 mg Vitamin C ca. 70 Tropfen gelbe Eisensalz-Lösung brauchen, bis das Filmblut entsteht. Dann haben die Kinder eifrig Zitronen- und Zucchinischeiben zerquetscht, um den Saft herauszuholen. Jeweils 5 mL der Säfte traten gegeneinander im Vitamin-C-Wettstreit an. Die Kinder setzten dabei auf die Zitrone als mutmaßliche Siegerin.

Nach fleißigem Tropfenzählen war klar: Der Zucchinisaft musste sich mit ca. 60 Tropfen Eisenlösung (ca. 0,8 mg Vitamin C) klar dem Zitronensaft mit ca. 270 Tropfen (ca. 3,5 mg Vitamin C) geschlagen geben. Die Vermutung der jungen Forschenden war korrekt!