Kulturwoche Tag 2: Silberbergwerk Schwaz

Kulturwoche – 2. Tag: Auf den Spuren der Bergknappen im Silberbergwerk Schwaz

 

Am zweiten Tag der Kulturwoche stand für die ersten Klassen eine spannende Reise in die Tiroler Bergbaugeschichte auf dem Programm. Um 7:30 Uhr trafen wir uns vor der Schule und kurz vor 8:00 Uhr fuhren gemeinsam mit dem Zug nach Schwaz.

 

Bereits während der Zugfahrt zeigten die Schülerinnen und Schüler vorbildliches Verhalten. Die vereinbarten Zugregeln wurden gewissenhaft eingehalten, und die Kinder begegneten den anderen Fahrgästen mit großer Rücksichtnahme und Freundlichkeit. Dafür verdienen sie ein besonderes Lob.

 

Nach unserer Ankunft in Schwaz machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum Silberbergwerk. Die Strecke vom Bahnhof bis zum Bergwerk betrug rund 5.000 Schritte, was ungefähr 3,5 bis 4 Kilometer entspricht. Trotz des längeren Fußmarsches waren alle motiviert unterwegs und freuten sich auf das bevorstehende Abenteuer.

 

Beim Silberbergwerk angekommen, wurden die drei Klassen in zwei gleich große Gruppen aufgeteilt. Nach dem Anlegen der Schutzkleidung begann das Erlebnis unter Tage. Mit der Grubenbahn – einem speziellen Zug für den Bergwerksbetrieb – fuhren wir etwa 800 Meter tief in den Sigmund-Erbstollen ein. Bereits diese Fahrt war für viele Kinder ein besonderes Highlight. (silberbergwerk.at)

 

Das Schwazer Silberbergwerk gilt als die „Mutter aller Bergwerke“ und war im Spätmittelalter das größte Silberbergwerk der Welt. Vor rund 500 Jahren arbeiteten hier bis zu 10.000 Bergknappen und machten Schwaz zu einer der bedeutendsten Bergbaustädte Europas. Während der etwa 90-minütigen Führung erfuhren wir viel über das harte Leben der Bergleute, die Förderung von Silber und Kupfer sowie die technische Meisterleistung des berühmten Schwazer Wasserrades. Im Berg herrscht das ganze Jahr über eine konstante Temperatur von etwa 12 Grad Celsius, weshalb die Schutzkleidung sehr willkommen war. (silberbergwerk.at)

 

Die Kinder hörten aufmerksam zu und stellten interessante Fragen. Besonders beeindruckend waren die engen Stollen, die historischen Werkzeuge und die Vorstellung, unter welchen Bedingungen die Bergknappen damals arbeiten mussten.

 

Nach rund eineinhalb Stunden unter Tage kehrten wir wieder ans Tageslicht zurück. Anschließend machten wir uns auf den Rückweg zum Bahnhof. Auch auf diesem Fußmarsch bewiesen die Schülerinnen und Schüler Ausdauer, Verlässlichkeit und ein gutes Miteinander.

 

Mit dem Zug ging es schließlich zurück nach Völs. Kurz nach 13:00 Uhr konnten die Kinder vor der Schule entlassen werden. Hinter uns lag ein erlebnisreicher Vormittag voller spannender Eindrücke und interessanter Einblicke in die Geschichte Tirols.

 

Wir blicken auf einen gelungenen zweiten Tag der Kulturwoche zurück und freuen uns bereits auf die nächsten gemeinsamen Erlebnisse.